An der „richtigen“ Anzahl der Farben auf einer Visitenkarte scheiden sich die Geister – oder eher die Branchen. Während einige konventionellere Unternehmen nur ein oder zwei Farben verwenden, um damit Kompetenz und Stabilität zu vermitteln, greifen junge, kreative Firmen auf mehr Farben zurück, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Weniger Farben wirken seriös, viele Farben irritierend. Zumindest ist das die gängige Ansicht. Wenn Sie allerdings schon einmal einen Blick auf verschiedene Beispiele für vierfarbige Visitenkarte geworfen haben, ist Ihnen wahrscheinlich bereits aufgefallen, dass die Wirkung, die die Visitenkarte ausstrahlt, einzig und allein eine Frage der Gestaltung ist.
Wenn Sie vierfarbige Visitenkarten erstellen wollen, heißt das keinesfalls automatisch, dass Sie am Ende einen einzigen Farbklecks in Scheckkartenformat in der Hand halten werden. Bei der Gestaltung vergessen viele Neulinge nämlich, dass auch die Farbe des Hintergrunds mitgezählt wird. Damit bleiben noch drei Farben für das Logo und die Schrift üblich, vielleicht auch noch für eine Grafik.
Bei der Auswahl der Farben stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Wenn es sich um Visitenkarten handelt, die über einen längeren Zeitraum verwendet werden soll, sollten Sie auf jeden Fall die Farben Ihres Unternehmens integrieren. Handelt es sich dagegen um eine Visitenkarte für einen einmaligen Anlass – zum Beispiel für eine Werbeaktion, für eine Osterveranstaltung oder sogar ein Gewinnspiel – ist alles erlaubt, was Ihrem Ziel dient.
Was die Schrift betrifft, sollten Sie es hier mit den Farben nicht übertreiben. Mehr als zwei Farben zu verwenden, kann den Lesefluss stören und die Leser eher verwirren als neugierig machen. Beide Farben sollten Sie auf jeden Fall nach der Lesbarkeit auswählen und dabei auch die Hintergrundfarbe berücksichtigen.
Preislich gesehen ist die vierfarbige Visitenkarte inzwischen längst nicht mehr unerschwinglich. Es gibt sie für nahezu jeden Geldbeutel.






